Von Brambrüesch hoch über Graubündens Hauptstadt Chur führt ein genussreicher Panoramaweg über den Dreibündenstein bis nach Feldis. Der Blick reicht vom Calanda-Massiv übers Churer Rheintal bis ins Glarner Land zum Tödi. Auch für Einkehrmöglichkeiten unterwegs ist gesorgt.

Battagliahütte Brambrüesch
Gerade oben an der Bergstation Brambrüesch angekommen, wartet schon die erste Versorgungsstation auf uns

Von Brambrüesch auf die Malixer Alp

Vom Bahnhof Chur laufen wir in wenigen Minuten zur Talstation der Brambrüeschbahn. Auf der ersten Sektion bis Känzeli fahren wir mit einer modernen Grossgondel. Nun müssen wir in eine etwas in die Jahre gekommene 4er-Gondel umsteigen. Am Brambrüesch werden wir stilecht mit Älpler-Dudel-Gute-Laune-Musik begrüsst. Wir ziehen unsere Sonnenbrillen und -hut auf und schon kann es losgehen.

Malixer Alp
Blick von der Malixer Alp hinüber zum Parpaner Schwarz-/Rot- und Weisshorn

Zu Beginn der Wanderung reiht sich ein Beizli ans nächste. Zunächst passieren wir die Battagliahütte, dann folgen das Panoramahotel Malixerhof und die berg.baiz. Eins steht fest: verhungern und verdursten tut man am Brambrüesch nicht. Ab der berg.baiz ist dann auch das gemütliche Einschlendern auf ebener Strecke vorbei und der Weg geht als nuff mit Kurs auf den Dreibündenstein.

Schmetterling auf Distel
Schmetterlinge und andere Flugtiere geniessen die letzten Sommertage auf den Disteln

‚Nach dem Essen sollst du ruhen oder tausend Schritte tun‘. Beide Varianten stehen uns offen. Es gibt reichlich Gelegenheit, sich für ein Päusle auf einer Wiese nieder zu lassen. Auf die tausend Schritte kommen wir auf der Wanderung sowieso locker.

Dreibündenstein
Einfach mal ins Gras legen und das Leben geniessen. Dazu gibt es am Dreibündenstein reichlich gelegenheit

Über den Furggabüel auf den Dreibündenstein

Bald nachdem wir die Malixeralp durchquert haben, gelangen wir an einen kleinen See, den Spundisköpfsee. Auf der nahegelegenen Kuppe schlägt sich eine Herde Rindvieher die Mägen voll. Wir wandern zwischen den Kühen hindurch – es wird zwischenzeitlich etwas steiler, so dass wir mittlerweile eine gute Betriebstemperatur erreicht haben.

Spundisköpfsee
Unterwegs passieren wir den kleinen, aber feinen Spundisköpfsee

An den Hängen blühen im Spätsommer die Erika. Wäre es nicht so bergig, könnte man meinen, in der Lüneburger Heide gelandet zu sein – das typische lila sorgt für schöne Farbtupfer zwischen den grünen Gräsern.

Dreibündenstein - Erika
Im Spätsommer blühen am Dreibündenstein die Erika – auch als Heidekraut bekannt

Wir steigen nun unter dem Skilift entlang hinauf bis zum Furggabüel. Zuerst dachten wir, das sei bereits der Dreibündenstein, der kommt jedoch erst etwas später und ist am grossen Grenzstein zu erkennen. Den Aufstieg zum Furggabüel und Dreibündenstein kann man übrigens umgehen und einige Höhenmeter sparen, indem man den Abzweig zum Gedenkstein an der Absturzstelle der ‚Lady Patricia‘ Richtung Feldis nimmt. Insbesondere wer kein Fan von steilen Abstiegen ist, sollte man diese Variante in Betracht ziehen. Die Wege treffen unterhalb des Dreibündensteins wieder aufeinander.

Furggabüel
Am Furggabüel ist der grösste Teil des Aufstiegs geschafft

Auf dem Furggabüel zeigen uns ein paar Wegtafeln, welche Gipfel wir von hier aus sehen können. Da wäre als erstes der Ringelspitz, den PapaMufflon in diesem Jahr bereits (leider erfolglos) versucht hat zu erklimmen. Dann das Calandamassiv – ja, Calanda ist nicht nur eine Biermarke!

Ringelspitz
Gegenüber entdecken wir den Ringelspitz – kein Ziel für Wanderer. Er ist mit einer anspruchsvollen Bergtour zu erklimmen.

Auch den Tödi, den höchsten Gipfel der Glarnen Alpen, können wir in der Ferne ausmachen.

Dreibündenstein Tödi
Auch den Tödi entdecken wir vom Gipfel des Dreibündenstein aus

Vom Furggabüel ist es nicht mehr weit bis zum Gipfel des Dreibündensteins. Genau genommen ist der Dreibündenstein gar kein Gipfel, sondern ein Grenzstein des Freistaatas der Drei Bünde.

Dreibündenstein
Der Grenzstein am Dreibündenstein

Vom Dreibündenstein nach Feldis

Am Dreibündenstein folgen wir der Beschilderung Richtung Feldis. Der Abstieg ist teilweise unerwartet ruppig und steil. Eine gewisse Trittsicherheit kann auf jeden Fall nicht schaden. Ausgesetzt ist der Weg aber zum Glück überhaupt nicht.

Dreibündenstein Kuh
Beim Abstieg vom Dreibündenstein werden wir von neugierigem Jungvieh beobachtet

Auf dem Abstieg werden wir von neugierigen Jungkühen beobachtet. Während wir uns den Berg hinab quälen, kauen sie vergnügt auf ihrem Gras herum.

Skihütte Term Bel
Unterhalb des Dreibündensteins liegt die Skihütte Term Bel. Term Bel heisst der Dreibündenstein auf rätoromanisch.

An der Hütte Term Bel ist der strengste Teil des Abstiegs geschafft. Die Hütte ist (zumindest heute) nicht bewirtschaftet. In einem 15-minütigen Abstecher könnten wir von hier aus jedoch die Alp d’il Plaun erreichen, um einen Snack oder ein kühles Getränk zu bekommen.

Kunst am Dreibündenstein
Kunst am Dreibündenstein: die Figuren stehen für die vier Elemente

An den Wochenenden bzw. in der Hauptsaison täglich kann man von Mutta mit dem Sessellift nach Feldis hinabschweben. Wir sind in der Nebensaison wochentags unterwegs, also heisst es für uns ‚laufen‘. Der Weg nach Feldis geht schon bald in einen breiten Alpweg über. Verpassen tut man auf der Strecke keine spektakulären Highlights, wenn man den Sessellift genommen hätte.

Abstieg Feldis
Der letzte Teil des Abstiegs nach Feldis erfolgt auf breiten Alpwegen

Am Ende der Wanderung treffen wir in Feldis ein. Eine Luftseilbahn bringt uns hinunter nach Rhäzüns. Das GA ist auf dieser Strecke gültig – alle GA-Inhaber müssen in Chur also nur eine einfache Fahrt nach Brambrüesch lösen.

Brunnen Feldis
Ziel erreicht! Am Dorfbrunnen Feldis füllen wir nochmal unsere Wasserflaschen auf, dann geht es mit der Bahn hinunter nach Rhäzüns.

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Mufflons
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