Das markante Raschötzer Kreuz schmückt den Ausserraschötz (2281m), einen Gipfelpunkt der Raschötz Hochalm. Der Ausserraschötz gilt als einer der schönsten Aussichtspunkte im Grödnertal. Besonders die Langkofelgruppe haben wir von hier sehr gut im Blick. Der Aufstieg ist einfach und kann ausserdem noch mit der Bahn verkürzt werden. Eine ideale Wanderung, wenn man Lust auf Bewegung, frische Luft und Aussicht, aber weniger auf technische Schwierigkeiten hat.
Anforderungen
Leichte Wanderung, Kondition erforderlich
- St. Ulrich
- Raschoetzhuette
- Ausserraschoetz
- Heilig Kreuz Kapelle
- Berghaus Raschoetz
- St. Ulrich
Ausgangsort: St. Ulrich
Die Raschötz Hochalm liegt oberhalb von St. Ulrich. Am oberen Ortsende befindet sich die Talstation der Raschötzbahn. Wir wollen sie zwar nicht benutzen, wandern aber von dort los. St. Ulrich ist gut mit dem Bus erreichbar, vor allem wenn man im Grödner Tal urlaubt. Die Val Gardena Mobil Card erhält man vom Gastgeber, sofern er Mitglied des Grödner Tourismusvereins ist. Mit ihr kann man kostenlos die Busse der Region nutzen. So schont man die Umwelt und den Geldbeutel.

Aufstieg zur Raschötz Hochalm
Auf dem Weg Nr. 10 wandern wir hinauf. Zunächst durch den Raschötzer Wald. Je höher wir kommen, desto besser wird die Sicht, insbesondere auf Langkofel und Plattkofel. Wer diesen schönen Bergen mal ganz nahe kommen möchte, dem empfehlen wir die Umrundung der Langkofelgruppe. Eine lange, aber sehr schöne und nicht allzu schwierige Wanderung. Wer lieber einen Gipfel erklimmen möchte, kann sich den Plattkofel als Ziel nehmen. Mit 2964 Metern Höhe zählt er beinahe schon zu den 3000ern.
Du möchtest gerne einmal auf einem 3000er-Gipfel stehen? In unserer Tourensammlung 'Leichte 3000er' ist bestimmt die passende Wanderung für Dich dabei!

Die Raschötz Hochalm wird eingerahmt vom Grödnertal auf der einen und vom Villnösstal auf der anderen Seite. Sie eignet sich ganz hervorragend zum Wandern zu jeder Jahreszeit. Früher ging ein Sessellift herauf, heute gibt es eine moderne Standseilbahn. Oder man geht wie wir komplett zu Fuss.

Die Raschötzhütte
Wir wären nicht in den Dolomiten, wenn es nicht auch auf der Raschötz Alm Hütten gäbe, die für unser leibliches Wohl sorgen. Die Raschötzhütte gehört zu den modernsten Berghütten, denn sie wurde erst im Jahr 2010 eröffnet. Sie bietet neben den üblichen Lagerschlafplätzen sogar Doppelzimmer mit eigenem Bad. Was für ein Luxus in den Bergen.
Übernachten werden wir hier oben leider nicht, aber wir können die Kalorien, die wir beim Aufstieg gerade abgewandert haben, wieder anfuttern. Es gibt eine reiche Auswahl an typischen Südtiroler Gerichten wie z.B. Knödel oder Schlutzkrapfen.

Das Raschötzer Kreuz
Nach der Rast auf der Raschötzhütte geht es weiter zum Raschötzer Kreuz auf dem Ausserraschötz. Würde an dem Punkt nicht ein gewaltiges Kreuz stehen, wäre er als Gipfel nicht auszumachen. Es ist einfach das Ende der Almwiese vor dem Abgrund. Das Raschötzer Kreuz ist ein sehr beeindruckendes Werk des Künstlers Josef Bernardi. Aus Zirbenholz hat er einen über 3 Meter hohen Jesus erschaffen, der an ein etwa 7 Meter hohes Kreuz genagelt ist.

Die Heilig Kreuz Kapelle
Ein wenig unterhalb des Raschötzer Kreuzes steht die kleine Heilig Kreuz Kapelle. Sie wurde Mitte des 18. Jahrhundert gebaut und ist mittlerweile als Baudenkmal geschützt. Sie ist besonders bekannt für das grosse Kruzifix in ihrem Inneren. Im Sommer kann man die Kapelle tagsüber besichtigen.

Berghaus Raschötz
Wir waren uns etwas unschlüssig, ob wir auch zu Fuss wieder ins Tal wandern oder lieber die Bahn nehmen wollen. Deshalb sind wir erst mal zum Berghaus Raschötz an der Bergstation der Bahn gewandert. Dort haben wir dann entschieden, dass wir noch ein bisschen Bewegung brauchen können und haben auf die Bahnfahrt verzichtet.

So konnten wir auf dem Weg ins Tal nochmal ein paar Blicke auf den Langkofel werfen, bevor wir in den Tiefen des Raschötzer Waldes verschwunden sind.

St. Ulrich und Luis Trenker
In St. Ulrich sind wir zum Ausklang des Tages noch ein wenig herumgebummelt. U.a. sind wir eine Runde über die Luis-Trenker-Promenade geschlendert.
Luis Trenker wurde in St. Ulrich geboren. Er erlangte internationale Bekanntheit durch seine Erfolge im Bergsteigen und seiner Filmkarriere als Schauspieler und Regisseur. Die Luis Trenker Promenade in St. Ulrich ist ein Denkmal, das ihm zu Ehren errichtet wurde.
