Hallo! Ich bin Sabine, deine Expertin für Genusswanderungen
und immer auf der Suche nach den schönsten Aussichten und chilligsten Plätzen in der Natur,
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Das Latzfonser Kreuz. Höchster Wallfahrtsort und ältester Pilgerweg Südtirols. Auf ca. 2300 m.ü.M. steht neben dem Schutzhaus Latzfonser Kreuz das Kirchlein ‚Heiligkreuz auf Ritzlar‘. Im Hintergrund ergeben sich die Dolomiten. Langkofel, Plattkofel, Sella, Geislerspitzen und wie sie alle heissen. Ein Ort wie er schöner kaum sein kann und damit definitiv einen Wandertag wert. Gipfelstürmer können noch eine Runde über gleich drei Gipfel drehen. Dazu sollte man allerdings trittsicher sein.
Das Latzfonser Kreuz kann man von verschiedenen Ausgangspunkten erwandern. Zum Beispiel von der Villanderer Alm (falls man mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, ist das günstiger). Wir entscheiden uns für den Aufstieg vom Parkplatz Kühhof, den man via Feldthurns und Latzfons erreicht.
Der Aufstieg zum Latzfonser Kreuz erfolgt unschwierig auf einer Almstrasse, die anfangs mässig ansteigt. Das Schlusstück ist aber dann ordentlich steil.
Unterwegs passieren wir die Klausnerhütte (Einkehrmöglichkeit).
Ein Kreuzweg leitet uns mit verschiedenen Stationen der Kreuzigungsgeschichte den Weg nach oben. Die Kirche ist bereits in Sicht als der Weg uns auf die letzten Meter noch ganz schön ins Schwitzen bringt, weil es so steil hinauf geht.
An der Kirche finden gerade Bauarbeiten statt. Sie ist teilweise eingerüstet und am Dach wird gewerkelt. Zum Glück nur an der uns abgewandten Seite, so dass wir ein paar hübsche Aufnahmen machen können. Kirche am Berg mit Dolomiten im Hintergrund. Ein richtig schönes Motiv.
Gipfelrunde über Samspitze, Kassianspitze und Ritzlar
Für Gipfelstürmer gibt es ab dem Latzfonser Kreuz die Möglichkeit, eine Runde über drei nahegelegene Gipfel zu drehen. Dafür sollte man allerdings die nötige Trittsicherheit mitbringen, denn die breite Strasse ist bei der Hütte zuende.
Zunächst wandern wir auf schmalen Pfaden und über Schotterhänge hinauf zum Kassiansee, der türkisfarben in der Sonne glitzert.
Weiter geht es auf ähnlich steilen Schuttwegen hinauf zur Schulter. Nun können wir uns entscheiden: kürzen wir ab und lassen einen Gipfel aus oder machen wir den Abstecher auf die Samspitze. Da wir genug Zeit haben und das Wetter so schlecht nicht aussieht, biegen wir links ab und machen uns auf den Weg zum südwestlich gelegenen Gipfel.
Der Weg ist stellenweise ausgesetzt, so dass man gut schauen sollte, wo man hintritt. Ist einem hier schon nicht wohl zumute, sollte man sich den Weg bis auf den Ritzlar sparen und den Hinweg wieder zurück nehmen. Uns gefällt es aber und wir gehen bis zum Gipfelkreuz der Samspitze.
Die Aussicht ist schnell genossen, so dass wir wieder umdrehen und uns auf den Weg zur Kassianspitze machen. Dieser ist wieder ordentlich, kein Grund zur Sorge. Genauso ist auch das Gipfelkreuz: Luxus pur. Sitzbänke, Tafeln der umliegenden Berge und ein Jupp, der über uns wacht.
Ab jetzt beginnt der lustig, luftige Steig wieder zurück zum Latzfonser Kreuz. Meist auf schmalen Pfaden geht es den Grat entlang zum Ritzlar. Stellenweise geht es recht steil hinunter und stellenweise ist das auch noch gepaart mit Schuttauflage. Und wenn dann auch noch stellenweise recht ausgesetzte Abschnitte hinzukommen, ist sehr gute Trittsicherheit gefordert. Manchmal helfen Eisenstifte oder Drahtseile, aber alles ist nicht abgesichert.
Nach einer Senke erreichen wir den Gipfel des Ritzlar. Um dort wieder hinunter zu kommen, führt der Steig uns auf Grasflanken weiter zum Schutzhaus. Auch hier wieder teilweise Drahtseil-versichert. Etwas angenehmer ist es sicherlich, wenn man gegen den Uhrzeigersinn läuft. So hat man die steilsten und schuttigsten Stellen im Aufstieg, was eindeutig sicherer ist.
Nahrungsaufnahme am Schutzhaus Latzfonser Kreuz
Eine Stärkung haben wir uns nun redlich verdient. Wir suchen uns ein hübsches Plätzchen auf der Terrasse des Schutzhauses und bestellen eine Portion Nudeln mit Tomatensosse. Das schmeckt fein!
Die Rückkehr erfolgt auf dem Aufstiegsweg. Die Sicht ist klarer als noch am Morgen. Deshalb werden die Fotoapparate noch einige Male gezückt.
Der Weg zum Kühhof zieht sich am Ende etwas. Wanderungen auf kleinen Strässchen sind immer etwas hatschig und nicht sonderlich abwechslungsreich für die Füsse. Wir sind froh als wir schliesslich wieder am Parkplatz stehen und in unseren Mietwagen steigen können.
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