Der Candelariaweg führt von der Südseite Teneriffas hinüber zur Nordseite. Er startet in Arafo, steigt steil hinauf zum Mirador de la Crucita und auf der Nordseite hinunter nach Aguamansa im Orotavatal. Der Weg ist unschwierig, aber mit 1600 Höhenmetern ziemlich anstrengend. Ideal, um etwas für die Kondition zu tun.

Das Faszinierende an der Wanderung ist, dass wir sehr unterschiedliche Landschaftstypen durchwandern. Wir fühlten uns erinnert an die Zeiten, in denen wir World of Warcraft gespielt haben, wo man mit seinem Spielcharakter durch diverse Gebiete durchstreift.

Teilweise ist der Candelariaweg gut markiert. Aber vor allem zu Beginn der Wanderung fanden wir es sehr hilfreich, den gpx-Track auf dem Smartphone dabei zu haben. So muss man keine Angst haben, unterwegs in die Irre geführt zu werden.

Candelariaweg
Teilweise ist der Candelariaweg markiert, sicherer ist es aber, wenn man den gpx-Track auf dem Smartphone dabei hat

Startpunkt: Arafo

Oberhalb von Güimar befindet sich der Bergort Arafo, wo unsere Wanderung startet. Unser Mietauto parken wir kurz nach der Kirche am Strassenrand. Bereits im Ort zeigt sich, wo es bei dieser Wanderung lang geht: als nuff! Wer auf ein gemütliches Einlaufen hofft, wird enttäuscht. Denn es geht direkt steil hinauf.

Candelariaweg Start in Arafo
Der Aufstieg startet bereits in Arafo auf steilem Weg – gute Kondition ist auf dem Candelariaweg wichtig

Durch den Kiefernwald

Die ersten ca. 2 Kilometer bewegen wir uns auf einem Asphaltsträsschen bis schliesslich ein Wanderweg nach rechts hinauf abzweigt. Eine Weile geht es steil über Stock und Stein bis wir in einen Wald aus Kiefern gelangen. Der Boden ist bedeckt von einer dicken Schicht herabgefallener Kiefernnadeln. Darauf läuft es sich wunderbar angenehm.

Candelariaweg
Angenehm schattig geht es durch den Kiefernwald als nuff. Die Kiefernnadeln bilden einen schönen weichen Untergrund.

Am Ende des Kiefernwalds durchqueren wir ein Areal mit einigen Kastanienbäumen. Der Herbst ist zwar als wir hier im Februar durchwandern schon einige Zeit vorbei, trotzdem liegen noch einige stachelige Kastanienschalen auf dem Boden.

Kastanien
Unterwegs passieren wir einige Kastanienbäume

Durch schwarze Vulkanlandschaft am Candelariaweg

Die Landschaft wird nun merklich karger. Es gibt nur noch vereinzelte Bäume und Büsche. Der Untergrund besteht aus schwarzen vulkanischen Steinchen, die unter unseren Schritten knirschen. Der dunkle Boden strahlt eine angenehme Wärme aus. Typisch für die Wanderwege auf Teneriffa liegen links und rechts am Wegesrand Steine, so dass wir immer wissen, wo es langgeht. Für uns ist dies der interessanteste Teil der Wanderung. Durch eine schwarze Mondlandschaft wandern wir schliesslich nicht alle Tage.

Candelariaweg Lava
Die mittlere Passage des Aufstiegs führt uns durch eine faszinierende Welt aus kleinen Lavasteinchen

Nach dem sehr vulkanisch geprägten Wegstück folgt nochmal ein Kiefernwald, der nach oben hin wieder etwas lichter wird.

Candelariaweg
Nach der Passage durchs Lavafeld durchqueren wir nochmals einen Kiefernwald

Das letzte Teilstück ist nochmal besonders steil. Ausserdem weht uns ein scharfer Wind entgegen. Über unzählige Treppenstufen und teils rutschige Vulkansteinchen (nun eher rötlich-braun als schwarz) steigen wir nach oben.

Candelariaweg
Vor dem Mirador de la Crucita geht es nochmal recht steil nach oben. Dazu gesellt sich ein recht starker Wind.

Am Mirador de la Crucita werden wir durch eine herrliche Aussicht belohnt. Bis hinunter zum Meer können wir schauen. Wir suchen uns ein windgeschütztes Plätzchen für eine kleine Stärkung, dann geht es auf demselben Weg wieder hinunter nach Arafo.

Candelariaweg
Blick vom Mirador de La Crucita in Richtung Meer