Zwischen dem Ulten- und dem Nonstal erstreckt sich der Ilmenkamm. Ein Gipfel davon ist der Cima Stübele. Mit seinen 2650 Metern und nach Süden ausgerichteten Aufstieg kann der Gipfel schon im Juni begangen werden. Wer ordentlich Kondition bolzen möchte, ist hier genau richtig.

Aufstieg durch Bärengebiet

Doch zunächst ist Vorsicht geboten! Wer vom Nonstal aus aufsteigt, geht durch Bärengebiet. Zum Glück wird gleich am Anfang des Weges ein Hinweisschild präsentiert, auf dem die Verhaltensregeln angeschrieben sind. Wir haben unsere Wanderstöcke dabei und lassen sie unterwegs immer gut klappern, in der Hoffnung, dass das den Bären zu aufdringlich ist. Es scheint gewirkt zu haben, denn einem Bären sind wir nicht begegnet 🙂

Achtung Bärengebiet
Achtung Bärengebiet!

Der Beginn des Weges führt steil über Forststraßen durch Wald hinauf bis zur Malga Lavazzé. Wer dort ankommt, kann schon mal 500 Höhenmeter als abgehakt ansehen. Ab hier lichtet sich der Wald, allmählich nehmen Büsche die primäre Vegetationsart ein.

Parkplatz an der Malga Lavazzé
Parkplatz mit Aussicht an der Malga Lavazzé

Über Almen stets aufwärts

Nach weiteren recht ereignislosen 400 Höhenmetern gelangt man zur Schrummalm. Die Alm ist leider nicht bewirtschaftet und sieht auch sonst recht verlassen aus. Zum Glück haben wir unser eigenes Vesper mitgenommen.

Aufblick zur Schrummalm
Aufblick zur Schrummalm und ganz klein der Gipfel

Doch noch ist die Zeit nicht gekommen, um etwas zu Essen. Wir marschieren gleich weiter auf dem guten und breiten Wanderweg. Hinter der Alm steigen wir etwas auf und nehmen dann den Weg, der nach Westen hoch zum schon gut sichtbaren Gipfel führt.

Alpenrosen vor Schrummalm
Alpenrosen vor der verlassenen Schrummalm

Nach nun insgesamt 1000 Höhenmetern gelangen wir an den Lago Poinella. Den merken wir uns für die Mittagspause. Denn wie es aussieht, ist es auf dem Gipfel recht windig. Aber hier, gut geschützt durch die umliegenden Berge, lässt es sich auf jeden Fall aushalten.

Lago Poinella
Der Lago Poinella bietet sich als Pausenplatz an – aber erst nach dem Gipfel!

Doch noch haben wir etwas Körner und Mittag ist auch noch nicht. Also gehen wir weiter in Richtung Schrummscharte. Der Weg wird wieder etwas steiler und immer mehr Schotter gesellt sich hinzu. Aber unangenehm wird es nie, ein Rutschen auf dem Schotter ist ausgeschlossen.

Über die Schrummscharte zum Gipfel

Oben auf der Scharte teilt sich der Weg: einerseits könnte man geradeaus weiter gehen. Man würde dann im Ultental raus kommen. Doch wir interessieren uns für den Weg zum Gipfel des Cima Stübele.

Schrummscharte
An der Schrummscharte könnte man auch ins Ultental absteigen

Es wird nun steiniger und ein paar wenige Stellen sind leicht ausgesetzt. Trotzdem wird der Weg nie schwierig. Über Blockwerk arbeiten wir uns immer höher hinaus, bis auch die letzten der knapp 1600 Höhenmeter geschafft sind.

Kurz vor dem Gipfel des Cima Stübele
Kurz vor dem Gipfel des Cima Stübele

Oben angekommen erfreut uns ein richtig schönes Gipfelkreuz. Der lokale Pfarrer hat es mit einer Truppe Freiwilligen dort installiert. Neben einer Madonna gibt es noch eine aus Eisen gearbeitete Blume zu bewundern. Ausserdem natürlich noch der Ausblick. An unserem Gipfeltag war es leider etwas bewölkt, so dass sich die Fernsicht in Grenzen hielt. Bis auf die näher gelegenen Gebiete konnte man nichts erkennen.

Gipfelkreuz Cima Stübele
Gipfelkreuz Cima Stübele

Nach kurzer Rast und schnellem Ausschwitzen dank des etwas unangenehmen Windes, entscheiden wir uns wie geplant recht bald wieder aufzubrechen und die Mittagspause am See zu machen. Der Abstieg verläuft wie der Aufstieg. Auch in Gegenrichtung ist der Weg gut machbar.

Aussicht von der Cima Stübele
Aussicht von der Cima Stübele

Abstieg mit tollem Rastplatz

Nach dem Abstieg von der Scharte haben wir uns endlich eine längere Pause verdient. Den Knien wird es recht sein. Nach der Brotzeit wird noch ein Nickerchen gemacht, danach kommen die letzten 1000 Höhenmeter an die Reihe.

Lago Poinella
Wohl verdiente Pause am Lago Poinella

Bis zur Schrummalm und zur Malga Lavazzé ist der Weg knieschonend angelegt: nicht zu steil und auch nicht zu viel Strecke. Doch danach kommen wir wieder zur Forststraße. Diese ist sehr steil und betoniert. Aber mit den Bärenabweisenden Wanderstöcken gelingt uns auch dieser Abstieg.

Schrummalm mit Abstieg
Schrummalm mit Abstiegsweg