Die Engstligenalp ist eine Hochebene oberhalb von Adelboden in der Nähe des Wildstrubels. Spaziergänger nehmen die Seilbahn ab Adelboden und drehen eine Runde auf der Alp. Wir jedoch erwandern die Engstligenalp auf dem spektakulären Saumweg, über den das Vieh jeden Sommer auf die grünen Weiden getrieben wird.

Adelboden
Blick über Adelboden in Richtung Engstligenalp – am oberen Wasserfall werden wir nachher vorbeiwandern

Aufstieg zur Engstligenalp auf dem Alpaufzugsweg

Die Wanderung startet in Adelboden, das wir mit dem Bus ab Frutigen erreichen. Am kürzesten ist der Weg, wenn man mit dem Bus nach ‚Unter dem Birg‘ zur Talstation der Seilbahn nimmt. Aber wer will schon den kürzesten Weg? Wir nutzen die Gelegenheit, Adelboden zu erkunden und beginnen die Wanderung bereits im Dorf.

Auf diese Weise sind wir bereits eingewandert als der Aufstieg bei der Talstation beginnt.

Engstlige
Bis zur Talstation ‚Unter dem Birg‘ gibt es gemütliches Einwandern entlang der Engstlige

In vielen Stufen und Kehren windet sich der Weg teils doch recht steil nach oben. Da den Weg jedes Jahr hunderte Kühe und anderes Getier für den Auf- und Abstieg zur und von der Engstligenalp nutzen, hätten wir nicht gedacht, dass der Weg so sportlich ist. Kühe sind definitiv berggängiger als man von den behäbig erscheinenden Tieren denkt.

Engstligenalp
Über viele Stufen geht es hinauf zur Engstligenalp

Kein Wunder, dass der Alpaufzug Engstligenalp als einer der spektakulärsten der Schweiz gilt. Grosser Respekt an die Tiere und die Hirten, die es jedes Jahr schaffen, diesen Weg gemeinsam unfallfrei zu passieren. Wer schon mal bei einem Kuhtrieb geholfen hat, weiss, dass die Viecher nicht so einfach zu lenken sind.

Engstligenalp
Der Weg ist gut angelegt und versichert. Doch, dass hier jedes Jahr knapp 200 Kühe hinauf und wieder hinunter gehen, ist wirklich beeindruckend

Vorbei an den Engstligenfällen

Nachdem der anstrengende erste Teil der Wanderung gemeistert ist, wartet eine geniale Belohnung auf uns: die Engstligenfälle. Sie gehören zu den höchsten Wasserfällen der Schweiz und sind entsprechend beeindruckend. Fotografen sollten eine längere Fotosession einplanen. Schliesslich muss das Naturschauspiel aus allen erdenklichen Winkeln abgelichtet werden.

Engstligenfall
Die Engstligenfälle zählen zu den höchsten Wasserfällen der Schweiz

Auf der Engstligenalp

Nach den Engstligenfällen sind es nicht mehr viele Höhenmeter und schwupps stehen wir auf der Engstligenalp. Wem dieser Aufstieg zu einfach ist, der kann noch den Ammertenspitz besteigen (Nur für Geübte). Oder er wandert weiter über den Chindbettipass und die Rote Chumme zum Gemmipass.

Engstligenalp
Angekommen auf der Engstligenalp

Für die gemütlicheren unter uns bietet sich noch ein kleiner Spaziergang über die Hochebene an. Frei von jeglicher Steigung gibt es einen Rundweg von etwa einer Stunde (4,5 km).

Engstligenalp
Auf der Hochebene der Engstligenalp kann man ganz entspannt ohne anstrengende Steigungen umherflanieren

Nun gehen wir entgültig zum gemütlichen Teil über und gönnen uns auf der Sonnenterrasse des Berghotel Engstligenalp ein kühles Blondes.

Engstligenalp
Wer genug vom Wandern hat, kann im Berghotel Engstligenalp einkehren und es sich auf der Sonnenterrasse gut gehen lassen.

Hinunter geht es knieschonend mit der Seilbahn. Von der Gondel aus haben wir nochmal einen schönen Blick auf den Wasserfall. Unten angekommen gehen wir nicht zu Fuss zurück nach Adelboden, sondern nehmen den Bus.

Engstligenalp
Das knackig frische Gras haben sich die Kühe nach dem anstrengenden Aufstieg zur Engstligenalp redlich verdient

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Mufflons
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