Tobi

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Der Autor dieses Artikels

Hallo! Ich bin Tobi, dein Experte für abenteuerliche Herausforderungen. Bei 3000ern, Klettersteigen oder Hochtouren geht mein Herz auf! Ich zeige euch spannende und natürlich sichere Unternehmungen.




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Fantastische Hochtour auf den Weissmies mit allem, was das Hochtourenherz begehrt: lange, aber nicht allzu schwierige Kraxelei, ein nicht allzu schwieriger Firngrat und ein nicht allzu schwieriger Abstieg durch eine faszinierende Gletscherwelt. Das ist schon grosses Kino, das wir hier geboten bekommen.

Toureninfo

Start:

Ziel:

Dauer:

Distanz:

Aufstieg:

Abstieg:

Wegverlauf:

Einkehrmöglichkeiten:

Anforderungen:

Ausrüstung:

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Aufstieg zur Almagellerhütte

Los geht es in Saas-Almagell. Nach einem kurzen Toilettenstop und letzten Einkäufen im nahe gelegenem Volg machen wir uns auf zur Almagellerhütte. Wir wandern dazu am Leebach entlang, bis wir auf die Almageller-Alp stossen. Dort gönnen wir uns eine kurze Verschnaufpause. Der Blick geht zum gut sichtbaren Portjengrat, der mit einer Bewertung von ZS+, 4a aufwartet.

Die Almageller Alp passiert man übrigens auch auf dem Almageller Höhenweg – wenn’s mal keine Hochtour sein soll.

Almagelleralp mit Portjengrat im Hintergrund

Nach ein paar kleinen Bissen und etwas zu trinken geht es weiter als nuff. Wir kommen an saftigen Wiesen vorbei und entdecken sogar einige Edelweiss. Unser Blick geht auch ab und zu mal nach hinten. Dort gibt es die Mischabelgruppe mit Dom zu sehen. Schon ein schöner Flecken Erde hier.

Im Aufstieg zur Almagellerhütte blühen Edelweiss

Nach etwa 4 Stunden gemütlicher Gehzeit erreichen wir die Almagellerhütte. Auf 2894 Metern gelegen ein Garant für eine unruhige Nacht, wenn man nicht schon aklimatisiert ist! Bis zum Essen vertreiben wir uns unsere Zeit mit den nicht selbstverständlichen Annehmlichkeiten einer Berghütte wie Wasser auffüllen (kostenloses Trinkwasser!), im Internet surfen (hervorragender Handyempfang!) und einer kurzen Reko-Tour Richtung Zwischenbergenpass.

Almagellerhütte mit Mischabelgruppe im Hintergrund

Zum Zwischenbergenpass

Nachdem wir die Strecke schon am Vortag ausgekundschaftet haben, können wir am nächsten Tag mitten in der Nacht um kurz vor 4 Uhr loslaufen – denn wir kennen den Weg ja schon im Schlaf 😉 Die 350 Höhenmeter zum Pass werden vom Sonnenaufgang begleitet. Wir befinden uns über den Wolken, da ist das Erlebnis doppelt schön!

Sonnenaufgang auf dem Weg zum Zwischenbergenpass
Sonnenaufgang am Zwischenbergenpass

Oben angekommen treffen wir auf ein Zelt. Wir erinnern uns: gestern Nachmittag ist uns auf dem Rückweg ein Wanderer mit Zelt entgegengekommen. Hier oben zu übernachten ist sicherlich auch etwas Unvergessliches. Es ist mittlerweile halb 6, trotzdem versuchen wir leise zu sein, damit wir ihn nicht aufwecken.

Es gilt noch ein paar Restschneefelder zu überqueren und dann den Einstieg in den SSE-Grat zu finden. Vorsichtshalber seilen wir uns an und ziehen unsere Steigeisen an. Wegen unseren frühen Aufbruchs haben wir genug Zeit dafür – und Vorsicht ist ja bekanntlich die Mutter der Porzellankiste!

Weissmies SSE-Grat
Am Zwischenbergenpass mit Blick hoch zum SSE-Grat

Weissmies SSE-Grat

Am Grat angekommen wechseln wir zum halblangem Seil und lassen die Steigeisen wieder am Rucksack baumeln. Es beginnt eine wunderschöne Kletterei mit maximalem Schwierigkeitsgrad 2a. Als relativ grosse SAC-Gruppe sind wir recht langsam unterwegs. Wir benötigen gut 2 Stunden für die 600 Höhenmeter.

Weissmies Grat
Die tolle Kletterei beginnt

Am Grat haben wir einen wunderbaren Ausblick nach Italien. Der Lago di Camposecco springt ins Auge. Und bei guter Sicht würde man bestimmt bis nach Mailand sehen können. So konzentrieren wir uns noch etwas, bis die letzten Klettermeter vorbei sind. Denn dann heisst es wieder: Steigeisen anlegen!

Wunderbarer Blick Richtung Italien

Denn zum guten Schluss müssen wir noch gut 150 Meter einen relativ breiten Gipfelgrat überwinden. Auch hier kann man wieder geniessen: der Blick nach vorne und nach hinten sind spektakulär.

Weissmies Gipfelgrat
Wunderschöner Gipfelgrat
Weissmies
Blick zurück mit tollem Wetter

Am Gipfel angekommen feiern wir kurz unsere Besteigung. Mittlerweile ist es kurz vor 10 Uhr. Es ist ein sehr sonniger Tag und der Abstieg ist noch ein weiter Weg. Also: let’s go!

Abstieg Weissmies über die Normalroute

Die Normalroute beginnt harmlos: vom Gipfel gehen wir einen relativ flachen Hang abwärts, bis wir von oben auf den Triftgletscher treffen. Hier gilt es nun die Gletscherspalten zu umsteuern. Oder zumindest irgendwie zu überwinden.

Weissmies mit Domblick
Abstieg mit Dom-Ansicht

Mal laufen wir an riesigen Eiswänden vorbei, mal klettern wir steile Hänge hinunter und hin und wieder befinden wir uns auch komplett in einer Spalte.

Weissmies Abstieg
Gletscherwelt beim Abstieg
Weissmies Abstieg
Sind wir hier im Tiefkühlfach?
Weissmies Abstieg
Durch diese hohle Gasse muss man gehen

Nach dieser eindrucksvollen Gletscherwelt müssen wir den Triftgletscher in Richtung Hohsaas queren. Hier heisst es nochmal aufpassen. Wegen dem Klimawandel gibt es hier vermehrt Eisabbrüche. Vor der Begehung sollte der aktuelle Zustand der Route z.B. bei der Gemeinde Saas-Grund eingeholt werden. Wir legen das letzte Stück zügig zurück und kommen heil an der Bergstation Hohsaas an.

Mit der Bahn gondeln wir gemütlich hinunter nach Saas-Grund und nehmen die Öffis wieder zurück in die Heimat.