Ab Realp führt ein Winterwanderweg entlang der Furkapassstrasse bis nach Realp. Wo im Sommer die Motoren brummen, herrscht im Winter eine entspannende Stille. Der Weg ist bestens präpariert und technisch einfach, eine gute Kondition muss man für die 560 bzw. knapp 900 Höhenmeter (je nachdem welche Strecke präpariert ist) allerdings mitbringen.
Anforderungen
Technisch einfache Wanderung, die eine gute Kondition erfordert
- Realp
- Tiefenbach

Die Wanderung startet am Bahnhof Realp. Wir folgen der Beschilderung nach Tiefenbach. Wer bis Tiefenbach wandern, dort einkehren und am selben Tag nach Realp zurückkehren möchte, sollte frühzeitig losgehen, um vor Einbruch der Dunkelheit zurück zu sein.
Nach wenigen Minuten erreichen wir einen kleinen Skilift und kurz darauf die Passstrasse, die zum Furkapass hinaufführt. Die Strasse ist in voller Breite gewalzt, so dass sich Wanderer, Schlitten- und Skifahrer nicht in die Quere kommen.

Von unten sehen wir die vielen Kehren, in denen wir später nach oben wandern werden. Es wird uns schnell klar, dass einige schweisstreibende Höhenmeter auf uns warten. Als wir im Schatten losgelaufen sind, war es uns noch etwas kühl. Doch bei der Anstrengung kommen wir schnell auf Betriebstemperatur.

Als wir schliesslich die Sonne erreichen, wird es entgültig Zeit, die wärmsten Kleidungsschichten in den Rucksack zu packen.

Nach unzähligen Kehren erreichen wir schliesslich die erste Zwischenetappe: das Hotel Galenstock, das auf einer Anhöhe thront. Einkehren kann man hier im Winter leider nicht, da es geschlossen ist.

Normalerweise führt der Winterwanderweg vom Hotel Galenstock aus weiter auf der Passstrasse bis nach Tiefenbach. Aufgrund der Lawinensituation ist dieser Weg momentan zu gefährlich. Damit man trotzdem ohne Schneeschuhe und Skier nach Tiefenbach gelangen kann, ist der Weg über den Tätsch gespurt. Das bedeutet allerdings ein paar Höhenmeter zusätzlich.

Vom Tätsch aus könnte man - Schneeschuhe oder Skier vorausgesetzt - zur Albert-Heim-Hütte wandern. Der Weg ist zwar mit Stangen markiert, man bewegt sich aber im freien Gelände. Ausserdem sollte man eine Übernachtung in der Hütte einplanen, da es mit Schneeschuhen sonst doch recht weit für eine Tagestour ist. Gerade weil die Tage im Winter ziemlich kurz sind.

Wir haben nicht die Hütte, sondern Tiefenbach im Visier und steigen vom Tätsch aus in ca. 20 Minuten ab.

Beim Hotel Tiefenbach wartet ein Platz auf der sonnigen Terrasse auf uns. Mit einem traumhaften Blick in die Berge schlürfen wir einen heissen Punsch und regenerieren für den Rückweg.

Zurück nach Realp geht es auf dem selben Weg. Am Tätsch stehen Schlitten für eine wilde Abfahrt bereit, mit deren Hilfe sich der Rückweg um einiges beschleunigen lässt.

Fazit: Die Wanderung von Realp nach Tiefenbach ist eine Wanderung, die den Namen verdient hat. Viele Winterwanderungen sind ja eher Spaziergänge von 1-2 Stunden. Mit 17 Kilometern länge, fast 900 Höhenmetern kann man seine Kondition mal wieder ordentlich fordern.