Einmal den Zürichsee zu Fuss überqueren – der Holzsteg Rapperswil macht’s möglich. Er verläuft in einer Länge von über 840 Metern von Hurden bis nach Rapperswil. Anschliessend wandern wir durch die Weinberge nach Stäfa.

Start in Pfäffikon

Wir erreichen Pfäffikon mit der Bahn ab Zürich. Achtung – man muss darauf achten, ins richtige Pfäffikon zu fahren. Es gibt nämlich im Umkreis des Zürichsees gleich zwei davon. Unser Ausgangspunkt ist Pfäffikon SZ (Kanton Schwyz), nicht Pfäffikon ZH.

Unser Blick schweift über den Zürichsee und wir können Rapperswil bereits ins Visier nehmen. Man kann es leicht an der markanten Silhouette des Schloss Rapperswil erkennen. Hinter Rapperswil erhebt sich der Bachtel mit seinem Aussichtsturm. Im übrigen auch eine spannende Wanderung – insbesondere die Erkundung des Bachtelspalts.

Rapperswil von Pfäffikon
Bereits beim Start in Pfäffikon können wir Rapperswil auf der anderen Seite des Zürichsees ausmachen

Über den Holzsteg Rapperswil

Vom Bahnhof Pfäffikon aus bleiben wir zwischen Schienen und See bis wir schliesslich nach links auf den Seedamm einbiegen. Obwohl wir uns den Damm mit einer vielbefahrenen Strasse teilen, nehmen wir den Verkehr kaum war. Entweder ist der Lärm relativ gut abgeschirmt oder wir sind durch die schöne Landschaft zu abgelenkt, um uns über fahrende Autos zu ärgern.

Bei Hurden entern wir schliesslich das Highlight des Tages: den Holzsteg nach Rapperswil. Der Holzsteg hat historische Tradition. Bereits im Mittelalter querten Pilger an dieser Stelle auf einem damals noch sehr wackligen Holzkonstrukt den See. Im Jahr 2001 wurde nun der neue und in solider Schweizer Wertarbeit gebaute Holzsteg Rapperswil eingeweiht.

Holzsteg Rapperswil
Den Zürichsee zu Fuss überqueren? Der Holzsteg zwischen Hurden und Rapperswil macht’s möglich!

Der Blick übers Wasser wahlweise in Richtung Berge oder in Richtung Zürich hat etwas für sich. Es macht in jedem Fall Spass über den Steg zu flanieren und fühlt sich besonders an. Am Wochenende wird hier bestimmt der Teufel los sein. Zum Glück ist er über zwei Meter breit und auf beiden Seiten versichert, so dass man keine Angst haben muss, ins Wasser abgedrängt zu werden.

Holzsteg Rapperswil
Das Schloss Rapperswil dominiert das Stadtbild von Rapperswil

In Rapperswil entern wir wieder festen Boden und bleiben am Seeufer. Ein paar knallrote Bänke laden zu einem Päusle ein. Wer mag kann das Schloss Rapperswil inspizieren, das eigentlich kein Schloss, sondern eine mittelalterliche Burg ist. Aus dem Stadtbild von Rapperswil ist es nicht wegzudenken. Die Grafen von Rapperswil wussten eine gute Aussicht offenbar auch zu schätzen, so einen schönen Platz wie sie sich für ihren Sitz ausgesucht haben.

Rapperswil
Zwischenstopp in Rapperswil. Schloss erkunden oder am Ufer sitzen und auf den See schauen. Es gibt viele Möglichkeiten.

Durch die Weinberge nach Stäfa

Wir lassen Rapperswil hinter uns und wandern nun an der sog. Goldküste entlang. So wird das rechte Zürichseeufer gerne wegen seiner wohlhabenden Einwohner genannt. Dass hier keine armen Leute wohnen kann man an den eindrucksvollen Villen, die wir unterwegs immer wieder passieren, gut erkennen.

Weinberg Höcklistein
Auf der Sonnenseite des Zürichsee wächst der eine oder andere edle Tropfen – zum Beispiel am Weinberg Höcklistein

Doch nicht das ganze Ufer ist mit Villen zugepflastert. Zwischen den Siedlungsgebieten gibt es einige Weinbaugebiete, in denen bei sonniger Lage ein paar edle Tropfen heranreifen. So durchqueren wir als erster den Weinberg Höcklistein. Es lohnt sich, sich immer mal wieder umzudrehen, um nochmal einen Blick auf Rapperswil und die Berge zu werfen. Besonders im Frühling, wenn es unten bereits grün ist, die Berge aber noch ihre weisse Schneehaube tragen, sieht es einfach wunderschön aus.

Schloss Rapperswil
Das Schloss Rapperswil ist noch lange nachdem wir es passiert haben zu sehen

Auf dem Weg nach Stäfa passieren wir den Chatzentobelweiher, einen kleinen See, aber nichts spezielles. Ein alter Wagen der ehemaligen Ürikon-Bauma-Bahn steht etwas abseits am Ufer.

Chatzentobelweiher
Der Weg führt am Chatzentobelweiher vorbei

Zwischen Uerikon und Stäfa wandern wir auf dem Reblehrpfad durch den Rebberg Sternenhalde und können auf den Infotafeln einiges über Weinbau lernen. Gleichzeitig können wir die eine oder andere prächtige Villa bewundern, denn der Weinberg geht quasi mitten durchs Sieldungsgebiet. Hier wohnt es sich bestimmt nicht schlecht – sonnige Lage, tolle Aussicht über den See und in die Berge. Nur leisten muss man es sich halt können. Wir arbeiten lieber weiter in Teilzeit und geniessen unsere freie Zeit. Und so schlecht wohnt es sich im Aargau nun auch wieder nicht.

Weinberge Stäfa
Noch mehr Weinberge gibt es in der Region um Stäfa

Sobald wir die Kirche mit Friedhof erreichen ist es nicht mehr weit bis zur Bahnhaltestelle. Noch ein kleiner Spaziergang durchs Dorf und unsere Wanderung ist beendet.

Kirche Stäfa
Wenn man an der Kirche in Stäfa angekommen ist, ist es nicht mehr weit bis zur Bahnstation