Eine panoramareiche Rundwanderung führt uns von Steg im Tösstal hinauf aufs Schnebelhorn, den höchsten Gipfel im Kanton Zürich, und weiter aufs Hörnli, von wo aus wir wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren. Die Wanderung bietet zahlreiche schöne Aussichtspunkte mit Blick übers Zürcher Oberland und bis in die Alpen. Auch an einigen Einkehrmöglichkeiten wandern wir vorbei, so dass keiner Angst haben muss, unterwegs Hunger oder Durst zu leiden.
Anforderungen
Die Wanderung erfordert Ausdauer, teils steile Auf- nd Abstiege. Die Wege sind meist breit, aber etwas Trittsicherheit schadet nicht.
- Steg Bhf
- Schnebelhorn
- Hulftegg
- Hoernli
- Steg Bhf
Startpunkt: Steg im Tösstal
Das im Tösstal gelegene Örtchen Steg erreichen wir via Rüti oder Winterthur mit der Bahn. Autofahrer finden am Bahnhof oder am Skilift Steg einen Parkplatz. Wir folgen zunächst der Strasse und durchqueren Steg. Am Ortsende folgen wir dem Lauf der Töss und biegen links ab.

Bei Vorderbleichi überqueren und verlassen wir die Töss. Das bis hierhin zum Einlaufen bequeme Flachstück ist nun zu Ende. Der Aufstieg beginnt. Auch wenn das Zürcher Oberland im Vergleich zu den gewaltigen Bergen des Alpenhauptkamms mickrig erscheinen mag, so kommen bei dieser Wanderung doch beinahe 1000 Höhenmeter zusammen. Entsprechende Kondition sollte man mitbringen, wenn es ein angenehmer Tag werden soll.

Wir schaffen es einige Male, die Beschilderung zu übersehen und gelangen schliesslich auf Umwegen über Eggweg und Fülliweid zum alten Bauernhaus am Burenboden. Zum Glück hat man heutzutage ein Smartphone dabei, mit dessen Hilfe man sich orten und wieder auf den richtigen Weg navigieren kann.

Via Tierhag aufs Schnebelhorn
Hinterm Burenboden geht es durch ein kleines Wäldchen hinauf. Zwischen den Bäumen stehen zwei Esel herum und beäugen die Landschaft. Bald erreichen wir die Alpwirtschaft Tierhag. Einkehren können wir heuer nicht, denn das Haus wird in 2021 komplett umgebaut. Als wir vorüberziehen, steht lediglich ein entkernter Rohbau vor uns.

Die letzte halbe Stunde zum Gipfel des Schnebelhorns stellt unsere Kondition vor einige Herausforderungen. Steil windet sich der Pfad über das holprige Nagelfluhgestein hinauf. Ein gemütlicher Spaziergang ist es an der Stelle definitiv nicht. Aber wir werden mit einer grandiosen Aussicht auf die Alpen entschädigt. Es hat vorher quasi wochenlang geregnet und die Sicht ist kristallklar.

Endlich kommt der kreuzgeschmückte Gipfel in Sicht. Wenn man das Glück hat, als erster oben zu sein, kann man sogar an einem Picknicktisch Platz nehmen. Ansonsten gibt es auf den Wiesen rund um den Gipfel recht viel Platz, an einem schönen Wochenende dürfte es allerdings ziemlich überbevölkert sein hier oben.

Übergang zum Hörnli
Im Abstieg wandern wir via Hirzegg und Roten weiter bis zur Hulftegg. Am Pass kehren wir im Gasthaus ein und vertilgen zur Feier des Tages (es ist unser Hochzeitstag) ein feines Cordon bleu mit Pommes und Salat.

Vollgefressen rollen wir weiter dem letzten Etappenziel, dem Hörnli, entgegen. Das Hörnli ist zwar über 100 Höhenmeter niedriger als das Schnebelhorn. Da wir aber einige Höhenmeter abgestiegen waren, müssen wir nun nochmal als nuff.

Das Hörnli bietet eine schöne 360° Aussicht und lockt mit einem Gasthaus direkt am Gipfel. Hier oben lassen wir den Wandertag gemütlich ausklingen.

Der Abstieg nach Steg via Tanzplatz und Leiacker dauert ca. noch mal eine Stunde.
