Aufs Albishorn führen viele Wege. Unsere Variante startet in Kappel am Albis und führt uns über Ebertswil hinauf auf die Albiskette. Wir überqueren die Albiskette übers Albishorn, den Bürglenstutz und die Albis-Hochwacht bis zum Albispass.

Aufstieg zur Albiskette ab Kappel am Albis

Ab Baar bringt uns der Postbus nach Kappel am Albis bis direkt vors Kloster. Früher beteten im Kloster die Zisterzienser, heute ist darin ein Seminarhotel untergebracht. Hinter dem Haus ist ein schöner Garten, in dem BabyMufflon erst mal ein paar Blümchen ablichtet.

Wir freuen uns, mal wieder Rigi und Pilatus zu sehen. Als wir noch in Luzern gewohnt haben, konnten wir ihnen vom Fenster aus zuwinken. Die Wiedersehensfreude ist – zumindest auf unserer Seite – gross. Den Bergen wird es egal sein, dass sie heute mal wieder von uns bestaunt werden.

Kloster Kappel
Das Kloster Kappel am Albis wird heute als Seminarhotel genutzt

Wir durchqueren Kappel am Albis. Über die Felder geht es weiter bis Ebertswil. Wer die Wanderung abkürzen möchte, hätte auch bis hier mit dem Bus fahren können.

Kappeler Höhe
Einladende Plätztle für eine Pause gibt es unterwegs zu hauf

Bevor wir auf dem Albisgrat angelangen, kommen wir noch durch den Weiler Husertal, der zu Hausen am Albis gehört. Husertal besteht aus ein paar Gehöften, drumherum kauen die Kühe genüsslich auf dem frischen Gras und beobachten neugierig die vorbeiziehenden Wanderer.

Husertal
Wir durchqueren das Husertal, einen Weiler der Gemeinde Hausen am Albis

Der Aufstieg zum Albis ist gemächlich und verlangt weder technisch noch konditionell wirklich etwas ab. Das bietet viel Gelegenheit, die Blicke Richtung Berge schweifen zu lassen. Hinter dem Zugersee ragt die Rigi hervor. Auch der Luzerner Hausberg, der Pilatus, ist zu sehen.

Albishorn Alpenblick
Beim Aufstieg lohnen sich Seitenblicke Richtung Berge. Rechts der Pilatus, links die Rigi, in der Mitte der Zugersee

Zum Albishorn

Oben auf der Albiskette angelangt, führt der Weg durch den Wald. Es fällt auf, dass stellenweise ziemlich viele Bäume gefällt worden sind. Der Grund: Borkenkäferbefall. Die Trockenheit der letzten Sommer hat die Bäume so geschwächt, dass ihre natürliche Abwehr (Harz) nicht mehr richtig funktioniert. Die Borkenkäfer bohren sich durch die Rinde und vermehren sich fleissig. Sowohl Käfer als auch Larven fressen den Baum an, der bei starkem Befall schliesslich stirbt.

Albishorn Grat
Oben angekommen, wandern wir am ‚Grat‘ entlang aufs Albishorn

Auf dem Albishorn erwartet uns nebst einer schönen Aussicht über den Zürichsee, das Zürcher Oberland und in die Berge auch ein Bergrestaurant, das nach langer Coronapause endlich wieder zumindest als Gartenbeiz öffnen darf.

Albishorn
Auf dem Albishorn begrüsst uns ein holzgeschnitzter Adler

Über den Bürglenstutz zur Albis-Hochwacht

In leichtem Auf und Ab ziehen wir weiter und erreichen mit dem Bürglenstutz auf 915 m.ü.M. den höchsten Punkt der Albiskette. Er befindet sich mitten im Wald ohne freie Sicht. Wäre er nicht mit einem grossen Stein markiert, hätten wir nicht bemerkt, dass wir uns am höchsten Punkt befinden.

Albishorn Bürglenstutz
Der höchste Punkt der Albiskette: der Bürglenstütz auf 915m.ü.M.

Eine Möglichkeit auf gute Aussicht lässt aber nicht lange auf sich warten, denn schon bald erreichen wir den Aussichtsturm Albis-Hochwacht. Schnell sind wir die 153 Holzstufen auf den 33m hohen Turm hinaufgestiegen. Vom Jura über den Schwarzwald, die Glarner Alpen bis hin zu Eiger, Mönch und Jungfrau – von hier oben haben wir alles im Blick.

Albishorn Hochwacht Turm
Wer gewillt ist, ein paar Stufen zu steigen, kann vom Aussichtsturm Albis-Hochwacht eine schöne Aussicht geniessen

Nur noch eine halbe Stunde Fussmarsch und wir erreichen den Albispass, von dem uns der Postbus entweder Richtung Thalwil oder Baar bringt. Wer den Wandertag noch nicht beenden möchte, kann den Weg entlang der Albiskette bis zum Uetliberg fortsetzen.

Aussicht Albis-Hochwacht
Alles im Blick vom Aussichtsturm Albis-Hochwacht