Auch der schönste Höhenweg geht irgendwann zu Ende. Unsere letzte Etappe auf dem Dolomiten Höhenweg Nr. 1 führt uns über drei Scharten zum Passo Duran.
Anforderungen
eine Stelle an einer Scharte ist etwas abschüssig und stellt die Schwindelfreiheit auf die Probe, ansonsten ohne Probleme
- Rifugio Mario Vazzoler
- Forcella del Camp
- Rifugio Bruno Carestiato
- Rifugio San Sebastiano
Ein letztes Mal heißt es am Morgen, die sieben Sachen zusammen zu packen. Ein letztes Mal wird gemütlich in der Hütte gefrühstückt. Und dann brechen wir auf zur letzten Etappe unserer Wanderung auf dem Dolomiten Höhenweg Nr. 1. Der Weg geht eigentlich weiter bis Belluno. Auf uns warten allerdings noch ein paar Wunschgipfel in den Dolomiten (Piz Boè, Plattkofel,...) und deshalb haben wir für die kommenden Tage eine schnuckelige Ferienwohnung gebucht.

Zum Aufwärmen geht es erst mal los mit einem Abstieg. Zunächst auf der Zufahrtsstraße zum Rifugio Vazzoler. Dann heißt es aufgepasst - denn nach kurzer Zeit biegt der Pfad ins Gebüsch ab. Wir sind natürlich erst mal dran vorbeigetappt... Man sollte also nicht zu schnell losstürmen, wenn man den Abzweig nicht verpassen will. Andernfalls muss man - wie wir - den einen oder anderen Höhenmeter wieder zurück nach oben.

Durchs Moiazza-Massiv
Der Weg führt immer entlang am Moiazza-Massiv. 3 Scharten werden dabei überquert. An einer von ihnen (welche genau es war, entzieht sich unserer Erinnerung) kommt es zur einzigen Stelle auf dem Alta Via 1, an der Biene Zicken macht, weil es durch steilen Schotter bergauf geht und neben dem Weg der Abgrund winkt. Mit ein bisschen gutem Zureden und Streicheln von Tobi geht es aber schon bald weiter und ist am Ende auch gar nicht so schlimm.

Rifugio Bruno Carestiato
Am Rifugio Bruno Carestiato gibts dann zur Belohnung für die tapfere Wanderschaft und als Abschiedsgruß vom Dolomitenhöhenweg nochmal die liebgewonnenen Gnocchi mit geräuchertem Ricotta.

Endstation Passo Duran
Frisch gestärkt geht es dann auf die letzten Meter zum Passo Duran, wo wir noch eine Nacht im Rifugio San Sebastiano verbringen. Wir dürfen wählen zwischen einem Platz im Lager oder einem Kämmerchen für zwei. Wir entscheiden uns für die traute Zweisamkeit im Kämmerlein. Der einzige Haken an der Sache ist, dass es nur durchs Badezimmer zu erreichen ist. D.h. wir müssen vor dem Rausgehen immer kucken, dass gerade keiner auf dem Klo sitzt.
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In der Hütte lernen wir eine Gruppe kennen, die gerade auf dem Traumpfad München-Venedig unterwegs ist. Sie sind bereits seit drei Wochen on Tour und haben schon einiges erlebt. Und sind bester Laune. Am liebsten würden wir gleich mitwandern, wenn wir nicht erst mal andere Pläne hätten. Eine Alpenüberquerung steht aber definitiv auf unserer Wunschliste. Und es ist immer gut, wenn man am Ende einer Reise nicht nur in Erlebtem schwelgen, sondern auch von neuen Taten träumen kann!

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