Höhenwege sind das perfekte Wanderziel für Geniesser. Denn sie bieten eine atemberaubend weite Aussicht auf die Alpen und faszinierende Tiefblicke auf Seen und Täler. Während eine Gipfelwanderung oft in erster Linie auf dem Gipfel ein tolles Panorama bietet, können sich unsere Augen auf Höhenwegen von Anfang bis Ende erfreuen. Und der Auf- und Abstieg wird uns häufig durch eine Bahn erleichtert. Wir verraten in diesem Artikel unsere liebsten Höhenwege in der Schweiz.

Höhenwege im Berner Oberland

Von der Schynigen Platte übers Faulhorn nach First

  • Schwierigkeit: mittel
  • Aufstieg: 900hm
  • Abstieg: 1800hm (Einsparpotentiel durch Seilbahn First-Grindelwald)
  • Dauer: 10 Stunden (kann durch Seilbahn verkürzt werden)
Eiger, Mönch und Jungfrau stets im Blick

Schon die Fahrt mit der historischen Bahn auf die Schynige Platte macht den Tag zum Erlebnis. Auf der Wanderung ziehen uns Eiger, Mönch und Jungfrau immer wieder in ihren Bann und am Ende kann man den Tag am Bachalpsee mit verträumtem Blick zum Finsteraarhorn ausklingen lassen.


Blumenweg Sillerenbühl bei Adelboden

  • Schwierigkeit: leicht
  • Aufstieg: 685hm
  • Abstieg: 240hm
  • Dauer: 4,5 Stunden
Blumenpfad Sillerenbühl
Blau, blau, blau blüht der Enzian. Im Frühling blüht er in grosser Anzahl auf den weitläufigen Wiesen über Adelboden

Für Blumenfreunde, die gerne wandern, gibt es oberhalb von Adelboden ein ganz besonderes Schmankerl: den Blumenweg zwischen Sillerenbühl und dem Hahnenmoospass. Am Wegesrand blüht es in allen Farben und Formen. Dank kleiner Infotafeln fällt es auch dem Laien leicht, die einzelnen Blumen zu identifizieren.


Vom Gemmenalphorn zum Niederhorn

  • Schwierigkeit: mittel
  • Aufstieg: 1000hm
  • Abstieg: 200hm
  • Dauer: 5,5 Stunden
Das Niederhorn – im Hintergrund der Thuner See

Über dem Thunersee erhebt sich der Hausberg von Beatenberg, das Niederhorn. Nach dem Aufstieg von Beatenberg zum Gemmenalphorn erwartet uns eine Panoramawanderung mit Weitblick vom Emmental bis in die Berner Hochalpen. Und mit ein wenig Glück kann man den einen oder anderen Steinbock beobachten.


Höhenweg vom Jaunpass zum Hundsrügg

  • Schwierigkeit: leicht-mittel
  • Aufstieg: 500hm
  • Abstieg: 500hm
  • Dauer: 4,5 Stunden
Gastlosen

Ein besonderer Blickfang auf dieser Panoramawanderung sind die Gastlosen: eine Reihe markanter Felszähne, die auch „Saanenländer Dolomiten“ genannt werden. Bei der Wanderung über den Kamm zum Hundsrügg geht die Aussicht weit übers Berner Oberland und ins Freiburgische. Die Wanderung ist auch im Winter – dann mit Schneeschuhen – sehr empfehlenswert.


Höhenwege in der Zentralschweiz

Auf dem Walenpfad von der Bannalp nach Engelberg

  • Schwierigkeit: mittel
  • Aufstieg: 1280hm (ohne Seilbahn zur Chrüzhütte)
  • Abstieg: 585hm
  • Dauer: 8 Stunden (kann durch Seilbahnfahrt zur Chrüzhütte verkürzt werden)
Walenpfad Bannalpsee
Der Walenpfad startet am Bannalpsee auf der Bannalp

Der Walenpfad gehört ohne Zweifel zu den schönsten Wanderungen der Schweiz. Vom Bannalpsee führt er über viele grüne Almen und durch die steilen Walengräben bis nach Ristis oberhalb von Engelberg, wo der Titlis die Blicke auf sich lenkt.


Der Rigi-Panoramaweg: flanieren auf der Königin

  • Schwierigkeit: leicht
  • Aufstieg: 25hm
  • Abstieg: 210hm
  • Dauer: 2 Stunden
Sitzbank auf der Rigi
Eine Bank mit Aussicht auf Bürgenstock, Pilatus und den Vierwaldstättersee

Die Rigi ist eigentlich ein einziger Panorama-Höhenweg und bietet unzählige Wandermöglichkeiten. Ein ganz besonderes Highlight ist der Rigi-Panoramaweg von der Rigi Scheidegg nach Rigi Kaltbad. Auf dieser Wanderung hat man die Region um den Vierwaldstättersee stets gut im Blick. Und das zu jeder Jahreszeit, sogar im Winter.


Höhenweg ob Stoos: vom Klingenstock zum Fronalpstock

  • Schwierigkeit: mittel
  • Aufstieg: 830hm
  • Abstieg: 830hm
  • Dauer: 6 Stunden
Höhenweg Klingenstock-Fronalpstock
Traumhafter Ausblick in die Berge vom Klingenstock aus. Der Weg ist von zahlreichen Blümchen gesäumt.

Ein Höhenweg, in den man sich nur verlieben kann. Das Panorama ist von Anfang bis Ende überwältigend. Und dank zweier Sessellifte kann man die Wanderung auf zwei Stunden verkürzen und sich nahezu sämtliche Auf- und Abstiege sparen. Auch eine Art von Minimalismus – nur an der Aussicht wird nicht gespart!


Der Horizontweg von der Engstlenalp nach Planplatten

  • Schwierigkeit: mittel
  • Aufstieg: 500hm
  • Abstieg: 130hm
  • Dauer: 4,25 Stunden
Horizontweg

Der Horizontweg führt von der Engstlenalp über die Tannalp bis nach Planplatten. Er bietet für jeden Geschmack etwas: türkis leuchtende Bergseen, Gipfelglück und jede Menge Panorama.


Ein Höhenweg im Maderanertal

  • Schwierigkeit: mittel
  • Aufstieg: 1180hm
  • Abstieg: 610hm
  • Dauer: 7 Stunden
Höhenweg Maderanertal
Das Maderanertal ist gekennzeichnet durch jede Menge Wasserfälle und viel grün

Wildromantisch geht es im Maderanertal zu. Die Wanderung führt uns von Bristen durch ein unberührtes Tal bis nach Tritt. Nun beginnt der eigentliche Höhenweg zur Windgällenhütte. Am Ende der Wanderung lädt der Golzernsee zu einer Abkühlung ein.


Der Schächentaler Höhenweg

  • Schwierigkeit: leicht
  • Aufstieg: 540hm
  • Abstieg: 500hm
  • Dauer: 6 Stunden
Schächentaler Höhenweg - Hüenderegg

Der Schächentaler Höhenweg führt uns wie auf einem Aussichtsbalkon durch den Kanton Uri. Er ist zu jeder Jahreszeit begehbar und je nach Kondition dank vieler kleiner Seilbahnen sehr flexibel in der Länge anpassbar.


Höhenwege im Tessin

Von Morcote auf den San Salvatore

  • Schwierigkeit: leicht
  • Aufstieg: 800hm
  • Abstieg: 200hm
  • Dauer: 4,5 Stunden
Aussichtsberg San Salvatore

Die Wanderung von Morcote auf den Sal Salvatore ist kein Höhenweg im klassischen Sinne, da sie im Tal beginnt und auf einem Gipfel endet. Die grösste Herausforderung bei diesem Weg ist es wohl, sich vom zauberhaften Ort Morcote loszureissen. Doch es lohnt sich, denn unterwegs warten eine Menge fabelhafter Tiefblicke auf uns.


Vom Monte Tamaro zum Monte Lema

  • Schwierigkeit: leicht-mittel
  • Aufstieg: 830hm
  • Abstieg: 790hm
  • Dauer: 6 Stunden
Höhenweg Monte Lema

Der Höhenwegklassiker im Tessin ist der Übergang vom Monte Tamaro zum Monte Lema. Ein Grossteil der Wanderung verläuft direkt auf dem Kamm, jedoch ohne die Schwindelfreiheit allzu stark herauszufordern. Der Blick über die Alpen und Täler ist phänomenal.


Höhenwege im Wallis

Aletsch-Panoramaweg

  • Schwierigkeit: mittel
  • Aufstieg: 560hm
  • Abstieg: 125hm
  • Dauer: 4 Stunden
Aletsch Panoramaweg

Der Aletsch Panoramaweg führt von der Fiescheralp vorbei am Märjelensee. Von dort geht es wie auf einem Balkon stets an den Berghängen über dem Aletschgletscher entlang. Am Ende der Wanderung kann man auf dem Bettmerhorn das UNESCO Welterbe Aletschgletscher von oben bewundern. Eine Wanderung der Extraklasse – leider mit Ablaufdatum.


UNESCO Höhenweg Bettmerhorn-Eggishorn

  • Schwierigkeit: schwer
  • Aufstieg: 830hm
  • Abstieg: 370hm
  • Dauer: 4,5 Stunden
Auf dem Höhenweg Bettmerhorn-Eggishorn
Auf dem Höhenweg Bettmerhorn-Eggishorn

Eine Etage höher als der Aletsch-Panoramaweg bietet der Höhenweg vom Bettmerhorn zum Eggishorn einen grandiosen Ausblick auf das von der UNESCO ausgezeichnete Welterbe „Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch“. Die leicht ausgesetzte Gratwanderung verläuft über spaßiges Blockgelände, bei dem man manchmal seine Hände zu Hilfe nimmt.


Gibidum Panoramaweg und Gsponer Höhenweg bis Gspon

  • Schwierigkeit: mittel
  • Aufstieg: 1000hm
  • Abstieg: 500hm
  • Dauer: 6,5 Stunden
Gibidum Panoramaweg

Der Gibidum Panoramaweg bietet eine fulminante Rundumsicht auf eine Reihe Viertausender. Der Aufstieg über den Kapellenweg von Visperterminen und die Wanderung über den Gsponer Höhenweg bis Gspon runden das Wandererlebnis ab.


Der Gsponer Höhenweg von Gspon bis Kreuzboden

  • Schwierigkeit: mittel
  • Aufstieg: 730hm
  • Abstieg: 200hm
  • Dauer: 5,5 Stunden
Gsponer Höhenweg
Der Weiler Gspon gehört zu Staldenried und ist autofrei. Frei von Aussicht ist Gspon aber nicht!

Der Gsponer Höhenweg gilt als einer der Klassiker unter den Höhenwegen im Wallis. Er führt von Gspon bis zum Kreuzboden oberhalb Saas-Grund. Und das mit Aussicht auf die Mischabelgruppe und viele weitere bekannte 4000er der Alpen.


Der Almageller Höhenweg

  • Schwierigkeit: mittel
  • Aufstieg: 915hm
  • Abstieg: 200hm
  • Dauer: 5 Stunden
Almageller Höhenweg
Allalinhorn, Alphubel, die Mischabelgruppe und darunter Saas-Fee: der Ausblick vom Almageller Höhenweg kann sich sehen lassen

Der Almageller Höhenweg führt von Saas-Almagell über die Almageller Alp bis zum Kreuzboden. Unterwegs warten traumhafte Aussichten auf die Mischabelgruppe und diverse 4000er des Wallis.


Höhenwege in Graubünden

Von Muottas Muragl zur Alp Languard

  • Schwierigkeit: mittel
  • Aufstieg: 550hm
  • Abstieg: 1220hm
  • Dauer: 6 Stunden
Alp Languard
Von der Alp Languard geniesst man eine tolle Aussicht auf die Berninakette

Die Wanderung von Muottas Muragl zur Alp Languard bietet Ausblicke auf die Engadiner Seen und die Berninakette. Sie eignet sich hervorragend für gemischt sportliche Gruppen, da es eine leichte und eine anspruchsvollere Variante der Wanderung gibt. Besonderes Schmankerl: in der Gegend um die Alp Languard stehen die Chancen besonders gut, Steinböcke zu sichten!


Die Via Panoramica im Bergell

  • Schwierigkeit: leicht-mittel
  • Aufstieg: 440hm
  • Abstieg: 800hm
  • Dauer: 5,5 Stunden
Via Panoramica
Bei dieser Aussicht muss man nicht lange darüber nachdenken, warum die Wanderung ‚Via Panoramica‘ getauft wurde

Ein Höhenweg, dessen Name hält, was er verspricht. Die Via Panoramica führt uns durch das Val Bregaglia und bietet einen traumhaften Bergblick der Superlative. Ein Höhepunkt der Wanderung ist die Ankunft im romantischen Bergdorf Soglio.


Höhenwege rund um Zürich

Auf dem Jurahöhenweg über die Lägeren

  • Schwierigkeit: mittel
  • Aufstieg: 500hm
  • Abstieg: 560hm
  • Dauer: 5 Stunden
Lägeren
Über diesen schmalen Grat verläuft der abenteuerliche Höhenweg. Aber keine Angst – er lässt sich auch umgehen!

Die Wanderung über den felsigen Grat der Lägeren verspricht einen Hauch von Abenteuer am Zürcher Jurakamm. Sie beginnt in Dielsdorf im Kanton Zürich und endet im Aargauischen Baden. Der komplette Jurahöhenweg verläuft in insgesamt 16 Etappen bis Nyon. Zwar sind die Berge im Jura nicht so hoch, dafür ist man weit von vom Massentourismus in den Hochburgen der Schweiz.


Wandern auf dem Albisgrat: vom Uetliberg zum Albispass

  • Schwierigkeit: leicht
  • Aufstieg: 680hm
  • Abstieg: 360hm
  • Dauer: 5,5 Stunden
Uetliberg Uto Kulm
Zahlreiche Ausflügler geniessen die Aussicht am Uto Kulm

Die Wanderung auf den Uetliberg und weiter über den Albisgrat zählt zu den Klassikern der Schweiz. Auf einfachen Wegen können Jung und Alt gemeinsam eine traumhafte Aussicht über den Zürichsee bis in die Alpen geniessen. Dank der Uetlibergbahn und der Seilbahn am Felsenegg kann die Wanderung je nach Gusto verkürzt werden.